Die Kirche, Besuch, ein Jazzfestival und zwei Wanderer

Mein Sonntag begann diesmal wirklich früh…

denn ich hatte geplant zur Kirche zu gehen. Eigentlich tue ich das jeden Sonntag. Hier ist die Kirche nur ziemlich weit weg. Mit den Öffentlichen fährt man ca. eine Stunde und noch ein bisschen….Auch, wenn die Kirche hier immer erst um zehn anfängt, habe ich es bisher noch nie gebacken bekommen hinzugehen. Da aber Pfingsten und Übertragung war, dachte ich mit, jetzt muss das irgendwie doch mal sein. Zudem habe ich ja jetzt quasi ein Fahrrad und laut google maps waren es 10 km, die in 30 min zu schaffen waren.

Also bin ich um kurz nach neun los…..und ich bin gefahren und gefahren….und irgendwie war ich nach dreißig Minuten immer noch nicht da…. Endlich nach ungefähr fünfzig Minuten stand ich dann doch vor der Kirche. Die Kirche ist sehr neu und wirklich schön. Die Geschwister sind gemischt. Niederländisch und französisch. Es gibt wirklich seeeeehr viele Kinder. Aber alle wirken hier ganz sympathisch. Allerdings liegt die Kirche wirklich sehr weit außerhalb und schon fast beim Flughafen, was den Nachteil hat, dass man eben einfach jedes Flugzeug hört, das startet oder landet.

Die Kirche in Brüssel
Die Kirche in Brüssel

Die Übertragung des Gottesdienstes war leider furchtbar. Wir haben die französische Übersetzung gehabt. Wer niederländisch wollte, der hatte Kopfhörer bekommen. Dummerweise hört man neben der Übersetzung immer den Originalton mit. Das ist wirklich sehr störend und irritierend, da man zu erst hört, was der Predigende sagt und dann geht mittendrin die Übersetzung los. Gleichzeitig hört man aber im Hintergrund noch den Predigenden sprechen.

Nach der Kirche….irgendwie scheinen hier Fremde an der Tagesordnung zu sein, denn mich hat keiner so direkt angequatscht, bin ich mit dem Bus zum Markt gefahren (einmal quer durch Brüssel). Das war richtig gut, denn ich kam dort erst kurz vor eins an als alle schließen wollten und konnte deshalb mal wieder so richtig zu schlagen. Mittagessen für 2 € hat man hier nicht so häufig 🙂

Nach meinem reichlichen Mal habe ich mich noch in der Stadt mit Yvonne getroffen, um das Jazzfestival noch zu genießen. Da wirklich schönes Wetter war, bin ich einfach früher los und habe mal ein bisschen mein Viertel erkundet. Es gibt hier auch reichlich tolle kleine Läden, aber auch Ketten. Dazu eine ganze Menge Thailänder und Vietnamesen, bei denen man, für Brüsseler Verhältnisse recht günstig, essen gehen kann.

Das Jazzfestival, beziehungsweise, dass was wir von dem Festival mitbekommen haben, war wirklich toll. Das Jaszzfestival fand an diesem Wochenende statt. Viele Bands spielten auf diversen Open Air Bühnen, in Clubs oder Caffees. Für Clubs und Caffees wurde kein Eintritt verlangt. Man konnte einfach rein gehen, sich hinsetzten, was trinken und zu hören.

Auf dem Rückweg, auf dem ich teilweise gelaufen bin, traf ich zwei Wanderer aus Karlsruhe. Sie sprachen mich auf englisch an und fragten nach der Uni, die seien bei Freunden, die dort in der nähe wohnten zu Besuch. Da ich auch dort in der Nähe wohnte, nahm ich sie kurzer Hand mit. Erst im Gespräch merkten wir, dass wir alle deutsch sprachen 😀

 

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